Ergonomisches Fahrradzubehör

Um das Radfahren so angenehm - und vor allen Dingen gesund – wie möglich zu gestalten, sollten Sie bei der Wahl einiger Fahrradteile besonderen Wert legen.

 

1. Gesäss

a) Schmerzende Sitzknochen

Zu Beginn der Saison ist dieses Problem normal, geben Sie Ihren Sitzknochen ein paar Ausfahrten um etwas abzuhärten. Bleibt dieses Problem, sollten Sie Folgendes beachten:

 

Ist Ihr Sattel ausreichend breit? Beide Sitzknochen sollten voll auf dem Sattel aufliegen.

Stimmt die Härte der Polsterung? Bei zu weichen Sätteln sinken die Sitzknochen oft

zu tief ein, dabei werden Muskel- und Sehnenansätze sowie empfindliches tiefer liegendes Gewebe gereizt. Eine straffe Polsterung ist bei einer Fahrdauer ab 45 Min. und länger zu bevorzugen.

 

Ein stark konvex gewölbter Sattel führt oft zu Reizungen der Sitzknochen.

Der Mensch sitzt am Besten auf einer ebenen Fläche, so sollte Ihr Sattel von hinten betrachtet seitlich nicht zu stark abfallen.

 

b) Taubheitsgefühle

Ursache hierfür ist zu hoher Druck am Dammbereich. Lösung: Ein Stufensattel (Bild 1), hier wird das Körpergewicht nach medizinischen Gesichtspunkten verteilt und der Dammbereich hervorragend entlastet. Zum Anderen gibt es einen Sattel (Bild 2), der genau an der Problemzone eine spezielle Aussparung besitzt.

Bild1 Bild2

 

c) Gefederte Sattelstütze

Für zusätzlichen Komfort empfehlen wir Ihnen noch den Einsatz einer gefederten Sattelstütze (Bild 3). Neue Forschungen belegen, dass die kurzfristigen Stoß- Energien, die auf das Fahrrad wirken, wesentlich größer sind als bisher angenommen.

Bild3

 

2. Hände und Finger:

Das Problem Taubheitsgefühle der Finger unterteilt sich in 2 Ursachen:

 

a) Die beiden kleinen Finger werden taub

Dies liegt meistens an zu hohem Druck an der Außenseite der Handinnenfläche.

Lösung: Durch eine der Handwölbung entsprechende Griffform entsteht eine insgesamt größere Auflagenfläche und entlastet somit die empfindlichen Stellen (Bild 4).

Bild4

 

b) Zeige-, Mittelfinger und sogar Daumen werden taub bzw. die Kraft lässt nach.

Lösung: Bei Trekking und Mountain Bikes sind meist nahezu gerade Lenker verbaut, also mit keiner bzw. nur sehr geringer Biegung nach hinten (Bild 5). Je breiter der Lenker ist, umso mehr Biegung nach hinten ist nötig, um das Handgelenk nicht zu überstrecken.

Bild5

 

Bewirken diese Maßnahmen noch keine ausreichende Besserung, sollte ein kurzer und steiler Vorbau für eine aufrechtere Sitzposition montiert werden.

 

 

ACHTUNG!

Bei anhaltenden Schmerzen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen!